Handball bewegt Schule, Das Projekt der Sportregion Rhein-Neckar
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Über HbS

Grundschulen der Metropolregion Rhein-Neckar spielen mit

Es ist eine Erfolgsbilanz: Mehr als 22.000 Schülerinnen und Schüler wurden von 2008 bis heute im Rahmen von „Handball bewegt Schule“ in der Metropolregion Rhein-Neckar aktiv. Das bundesweit einmalige Projekt der Sportregion Rhein-Neckar und der drei Handballverbände aus der Metropolregion – der Badische Handball-Verband, der Pfälzer Handball-Verband und der Handballbezirk Darmstadt im Hessischen Handballverband – hat bisher über 140 Grundschulen mit der Hilfe von mehr als 80 Vereinen erreicht. Wesentliche Punkte des Programms sind Grundschulspielfeste, der Grundschulaktionstag, der "Handball bewegt Schule" TRIKOT-TAG, die Ausbildung von Schülermentoren sowie der Einsatz von Bundesfreiwilligendienstlern.

Im Jahr 2008 erfolgte der Startschuss für das Projekt „Handball bewegt Schule“ in der Sportregion Rhein-Neckar. „Ziel ist es, inaktive Kinder an regelmäßige Bewegung heranzuführen und ein kontinuierliches Engagement zu ermöglichen. Die Schule bildet hierfür den idealen Ausgangspunkt“, so Dr. Markus Gomer, Leiter der Einheit Sport und Gesundheitsförderung der BASF und Projektpate im Verein Sportregion Rhein-Neckar. Als länderübergreifendes Netzwerk arbeiten die drei Handballverbände und ihre mehr als 150 Vereine mit den Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar erfolgreich und nachhaltig zusammen.

              

Grundschulspielfeste als Basis

Mit dem Schuljahr 2008/2009 starteten zunächst 30 Kooperationsprojekte, die sich bis heute vervielfacht haben: So fanden im Jahr 2010 regelmäßig allein in Baden über 30 Kooperationsprojekte statt, die von knapp 20 Projekten in der Pfalz und 10 Projekten in Hessen vervollständigt wurden. Startschuss zur Kooperation von Schule und Verein ist jeweils ein Grundschulspielfest. Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler wurden allein durch zusätzliche Grundschulspielfeste über die Nachhaltigkeitskampagne aus der Initiative „Fit Kids für morgen!“ im Jahr 2010 begeistert und seit 2009 bewegt der Grundschulaktionstag im Badischen Handball-Verband in der Sportregion Rhein-Neckar jährlich inzwischen mehr als 3.000 Schüler an einem Tag. Alle Klassen kooperierender Grundschulen werden mit altersspezifischen Koordinationsübungen spielerisch an den Sport herangeführt. Die Spielfeste betreuen erfahrene Vereinsmitglieder in enger Zusammenarbeit mit älteren Schülerinnen und Schülern aus Jugendmannschaften des betreffenden Vereins. „Hier beweisen gerade die Jugendlichen hohes soziales Engagement in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit“, so Rudi Glock, Schirmherr von „Handball bewegt Schule“ und ehemaliger Schatzmeister des Handball-Weltverbandes.

"Handball bewegt Schule" TRIKOT-TAG

Seit 2012 findet jährlich der „Handball bewegt Schule“ TRIKOT-TAG statt. Die Idee dahinter ist ganz einfach: Alle Kinder und Jugendliche der Vereine der drei Projektpartner sollen an diesem Tag ihre Trikots in die Schulen anziehen, um damit dort einfach nur aufzufallen. Wenn sie auf das Trikot angesprochen werden, ziehen Sie den vorbereiteten und von den Vereinen individuell angepassten Flyer mit deren Trainingszeiten aus der Tasche und machen somit Werbung für den Handballsport in ihrem jeweiligen Verein. Viele Vereine aus der Pfalz, dem Handballbezirk Darmstadt und Baden nehmen an der Aktion teil und die Kinder und Jugendliche haben einen riesen Spaß, wie in der Fotogalerie zu sehen ist. Sehr erfolgreich und von den Vereinen gut angenommen wird das Gewinnspiel, welches im Rahmen des TRIKOT-TAGES ausgeschrieben wird. Wenn die Vereine Fotos, Vereinsberichte und Zeitungsberichte zum „Handball bewegt Schule“ Trikot-Tag einsenden, können sie einen Trikot-Satz, ein Ballpaket und 40 Karten für ein Spiel der Rhein-Neckar-Löwen gewinnen.

                         

Bundesfreiwilligendienst in der Metropolregion

Der Badischer Handball-Verband hat für das Schuljahr 2012/2013 erstmals einen neuen Schritt gewagt und eine Bundesfreiwilligendienststelle in der Sportregion Rhein-Neckar installiert, um mit jungen, motivierten und fachlich bestens ausgebildeten Freiwilligen den Handballsport, gemäß dem Motto „Handball bewegt Schule“, verstärkt in den Schulen zu etablieren. Dadurch können in den Handballkreisen Heidelberg und Mannheim im Namen der Mitgliedsvereine zwölf zusätzliche Handball AGs im Rahmen der Kooperationen Schule-Verein durchgeführt werden, mit dem Ziel, dass mit deren Hilfe möglichst viele Schüler den Weg in die Vereinstrainings finden und damit zu einem nachhaltigen und dauerhaften Sporttreiben bewegt werden können. Darüber hinaus hat der Badischer Handball-Verband die Informationsbroschüre „Freiwilliges Soziales Jahr & Bundesfreiwilligendienst im Handball – Informationen & Praxisbeispiele“ erstellt, die allen interessierten Vereinen als Leitfaden dienen soll. 

Nachhaltige Personalentwicklung über Schülermentoren

Ein entscheidender Baustein für die Nachhaltigkeit von „Handball bewegt Schule“ ist die eigenständige Personalentwicklung über das Modell der Schülermentorenausbildung. Hier sind in den vergangenen vier Jahren vor allem in Baden und dem Handballbezirk Darmstadt über 800 Schülerinnen und Schüler zu Schülermentoren ausgebildet worden. Die engagierten Jugendlichen bringen nun in Verein und/oder Schule aktiv ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in den Kooperationsprojekten ein.

„Ich bin stolz darauf, dass an meiner alten Schule, dem Ludwig-Frank-Gymnasium in Mannheim, der erste dezentrale Schülermentoren-Lehrgang stattgefunden hat“, so Uwe Gensheimer, aktueller Handball-Nationalspieler der Rhein-Neckar-Löwen. Auch in Hessen wurde im Schuljahr 2009/2010 in Viernheim erstmals ein Schülermentoren-Lehrgang durchgeführt. „Dieses Modul der nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen passt optimal in die Sportentwicklungsplanung unserer Stadt Viernheim und somit unterstützen wir zukunftsorientiert das erfolgreiche Projekt Handball bewegt Schule“, so Viernheims Bürgermeister Matthias Baaß. Die Nachhaltigkeit des Projektes konnte im Rahmen der Magisterarbeit von Martin Scholl aus dem Jahr 2012 nachgewiesen werden, der die Schülermentorenausbildung des Badischen Handball-Verbandes evaluierte: mehr als 60% der Schülermentoren stehen ihren Vereinen langfristig als qualifiziertes und engagiertes Personal zur Verfügung und inzwischen haben von den Schülermentoren mehr als 100 den Schritt zur C-Trainer-Lizenz-Handball bewältigt.

Eine Kampagne mit Gesicht

So einzigartig wie das Projekt selbst ist auch seine öffentlichkeitswirksame Umsetzung, bei der in Zusammenarbeit mit den Schulen attraktive Werbematerialien erstellt werden. Diese stehen allen Vereinen und Schulen kostenfrei zur Verfügung. In einem aufwendigen Casting-Wettbewerb wurde für jeden beteiligten Handballverband ein eigenes Gesicht für die Produktion von bisher 20.000 Plakaten, 100.000 Stundenplänen und 165.000 Postkarten gesucht und gefunden. „Alle Jugendliche auf den von einer professionellen Agentur erstellten Werbematerialien sind aktive Spielerinnen und Spieler aus Vereinen wie auch Schülerinnen und Schüler aus Schulen der Sportregion Rhein-Neckar und zeugen von einer hohen Bindung mit dem Projekt Handball bewegt Schule“, hebt der Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes, Friedhelm Jakob, besonders hervor.

                             

Sportregion Rhein-Neckar ist Handball-Region

Dass das bundesweit einzigartige Projekt gerade in der Sportregion Rhein-Neckar gestartet wurde, lag nahe: mit den Rhein-Neckar-Löwen als Männer-Erstbundesligist, der TSG Friesenheim und der SG Leutershausen als Männer-Zweitbundesligist sowie der HSG Bensheim/Auerbach und der TSG Ketsch als ambitionierten Erst- und Drittbundesligisten bei den Frauen ist in jeder Teilregion mit insgesamt rund 80.000 Handballinteressierten ein Bundesligist zu Hause. Alle unterstützen von Anfang an „Handball bewegt Schule“ aktiv. So werden regelmäßig Eintrittskarten für Bundesligaheimspiele für kooperierende Schulen und Vereine genauso wie attraktive Preise für die Grundschulspielfeste zur Verfügung gestellt. „Für die TSG Ludwigshafen-Friesenheim war es von Anfang an eine Selbstverständlichkeit, das Projekt Handball bewegt Schule zu unterstützen und wird auch in der Zukunft einen hohen Stellenwert besitzen“, so Thomas König, engagierter Coach des erfolgreichen Pfälzer Zweitbundesligisten.